Magazin -
Deutschland - 2010
Geplante Themen: Kanada: Vancouver - Zwei Seiten einer Medaille Vancouver gilt als eine der schönsten und reizvollsten Städte der Welt - eine hübsche Gastgeberin der Olympischen Winterspiele, die in wenigen Tagen beginnen. Warmes Klima an der kanadischen Pazifikküste, schneebedeckte Berge nur zwei Autostunden entfernt, günstiger kann eine Stadt kaum liegen. Und: Vancouver ist eine multikulturelle Stadt. 30% der rund 500.000 Einwohner haben chinesische oder asiatische Wurzeln, die letzte Einwanderungswelle setzte ein, als Hongkong an China zurückfiel. Und doch, bei allen Vorzügen kennt die Stadt auch die Kehrseite der Medaille: Obdachlosigkeit, Drogensucht und Kriminalität im Stadtteil "Downtown Eastside". Wendy Petersen, engagierte Sozialarbeiterin, kritisiert Stadt und Provinzregierung, sie würden nichts oder nicht genug dagegen tun. Der Bürgermeister, seit einem Jahr im Amt, vertritt die gegenteilige Position. - Der Organismus einer attraktiven Stadt kämpft nun schon seit Jahrzehnten mit einer offenen Wunde, die durch die Olympischen Spiele auch in den Blick der Weltöffentlichkeit gerät. Und dann bahnt sich noch ein wahrlich olympisches Problem an: der wärmste Frühling, der in Vancouver je gemessen wurde. Wird es überhaupt genug Schnee geben oben in den Bergen? Autor: Thomas Roth, ARD-Studio New York Haiti: "Die Hauptstadt muss weg!" Not, Elend und offiziell schon mehr als 200.000 Tote: Kommt Haiti, auch schon vor dem Beben das ärmste Land der westlichen Welt, jemals wieder auf die Beine? Und was geschieht mit der in Trümmern liegenden Hauptstadt Port-au-Prince, soll die an Ort und Stelle wieder aufgebaut werden? "Nein", meint der Seismologe der haitianischen Regierung. Claude Prépetit würde die Menschen gern in einer erdbebensicheren Zone Haitis ansiedeln, im Landesinneren. Denn, und das hat die Geschichte gelehrt: Das nächste Beben kommt bestimmt. Und es könnte noch stärker sein als das vom 12. Januar. Der Wissenschaftler hatte schon zuvor gewarnt, dass ein verheerendes Grollen in Port-au-Prince aufgrund seiner tektonisch ungünstigen